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Trachtenhemden

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Trachtenweste leihen statt kaufen

Die Trachtenweste ist das Teil, das ein Outfit vom Bierzelt in Richtung Trachtenhochzeit verschiebt — und genau deshalb braucht man sie selten mehr als ein- oder zweimal im Jahr. Wenn Sie Lederhose und Hemd ohnehin leihen, nehmen Sie die Weste im selben Zug dazu und stellen das ganze Outfit auf einmal zusammen. Die Reinigung ist im Mietpreis enthalten; um glänzende Stoffe, Leder und ausblutende Farben müssen Sie sich also nicht kümmern.

Ärmellos, Strick oder Leder

Die klassische Herren-Trachtenweste ist ärmellos und hat einen kleinen Stehkragen — das ist die Form, die im Festzelt dominiert, weil sie bequem bleibt, wenn es warm wird. Eine Strickweste mit Ärmeln wirkt ruhiger und trägt sich an kühlen Abenden und im Herbst besser. Die Lederweste ist die robusteste Variante und die einzige, der Gebrauchsspuren nichts anhaben; Modelle mit V-Ausschnitt fallen aus dem üblichen Bild und wirken moderner.

Zugeknöpft, nicht offen

Eine Trachtenweste wird geschlossen getragen. Offen hängend verliert sie ihre Linie und wirkt eher wie ein vergessenes Kleidungsstück als wie ein Teil des Outfits — auf Trachtenfesten fällt das sofort auf. Achten Sie deshalb beim Anprobieren darauf, dass die Weste zugeknöpft sitzt, ohne über der Brust zu spannen. Das ist auch der Grund, aus dem die Größe hier wichtiger ist als beim Hemd.

Weste und Hemd aufeinander abstimmen

Eine einfache Regel nimmt Ihnen die meiste Arbeit ab: Nur eines der beiden Teile darf gemustert sein. Zur gemusterten Weste gehört ein einfarbiges Hemd, zum Karohemd eine einfarbige Weste. Zwei Muster übereinander heben sich gegenseitig auf. Bei einer Weste in kräftigem Grün, Rot oder Blau ist ein weißes Hemd die sichere Wahl — oder eines, dessen Muster die Farbe der Weste aufnimmt.

Materialien und ihre Wirkung

Glänzende Stoffe wie Satin oder gemusterter Jacquard heben das Outfit deutlich an und passen zu Trachtenhochzeiten, Jubiläen und Vereinsfeiern. Matte, einfarbige Stoffe sind die alltagstaugliche Variante fürs Bierzelt. Samtwesten liegen dazwischen: Sie wirken festlich, ohne zu glänzen, und vertragen sich besonders gut mit dunklem Leder. Zur schwarzen Lederhose oder zur Trachtenjeans wirkt eine glänzende Weste am elegantesten.

Charivari, Halstuch und Zubehör

Das Charivari muss nicht zwingend an der Lederhose hängen — an der ärmellosen Weste findet es im Taschenbereich seinen Platz und kommt dort sogar besser zur Geltung. Ein farblich abgestimmtes Halstuch ergänzt die Weste gut. Eine Krawatte dagegen gehört nicht zur bayerischen Herrentracht; sie wirkt fremd und ist beim Feiern schlicht unbequem.

Zu welchen Anlässen

Auf der Wiesn ist die Weste optional, bei Trachtenhochzeiten praktisch Pflicht — sie ist der schnellste Weg, aus Hemd und Lederhose einen förmlichen Auftritt zu machen. Ebenso funktioniert sie bei Standesamt, Vereinsfeiern, Firmenfeiern mit Trachten-Dresscode und überall dort, wo es abends kühler wird. Wer als Bräutigam oder Trauzeuge in Tracht erscheint, kommt an der Weste ohnehin nicht vorbei.

Trachtenweste anprobieren in München

Ob eine Weste zugeknöpft sauber sitzt, entscheidet sich an der Brust und an den Schultern — und das lässt sich am Bildschirm nicht beurteilen. In unserem Showroom in München-Schwabing probieren Sie mehrere Westen über dem gewählten Hemd an und sehen sofort, wie Farbe, Muster und Stoff zusammenwirken. Termine vereinbaren Sie vorab, dann steht die Auswahl bereit. Wenn Sie ein bestimmtes Modell im Blick haben, sollten Sie ab Mitte August reservieren.